03.05.2019

RSV macht Bulls im Halbfinale selbst stark

Bittere 49:78-Halbfinaleniederlage in Walbrzych

Der RSV Lahn-Dill hat das Halbfinale in der IWBF Champions League klar verloren und unterlag am Freitagabend im polnischen Walbrzych den RSB Thuringia Bulls verdient mit 49:78 (12:13/21:33/35:62). Dabei machten die Mittelhessen, trotz einer zunächst guten Verteidigungsarbeit, den RBBL-Kontrahenten mit einer hohen Fehlerquote selbst stark. Im Spiel um Platz drei treffen die Wetzlarer nun am Samstag um 15 Uhr in der Zdrój Arena auf den spanischen Erstligisten BSR Amiab Albacete, der sein Semifinale mit 58:74 gegen CD Ilunion Madrid verlor.

Zu Beginn kämpfte sich der RSV Lahn-Dill mit einer starken Verteidigung gegen die beiden lange Bulls-Center Aliaksandr Halouski und Vahid Gholomazad von einem 2:7 (3.) zurück in die Partie und übernahm kurz vor Ende des ersten Spielviertels beim 12:11 (9.) durch Philipp Häfeli die Führung. In dieser Phase spielte der sechsmalige Champions League Sieger konzentriert, taktisch clever und konsequent, wodurch RSB-Coach Michael Engel schnell zu einer ersten Auszeit gezwungen war.

Selbst beim 21:25 (16.) durch Jan Gans spielten die Wetzlarer weiterhin auf Augenhöhe mit dem Titelverteidiger, auch wenn hier bereits zu erkennen war, dass zu diesem Zeitpunkt und an diesem Tag eigentlich noch viel mehr möglich gewesen wäre. Doch nun häuften sich die individuellen Fehler. Pässe kamen nicht mehr exakt an, Offensivfouls raubten die eigenen Chancen und unglückliche Szenen häuften sich bedenklich.

Dies nutzten die Thüringer, die bis dato bei weitem nicht ihren besten Basketball zeigten, eiskalt aus. Im Form eines Champions schlugen sie zu und schraubten das Ergebnis bereits zur Halbzeitpause auf zwölf Punkte Differenz. Wer nun hoffte, dass ein drittes Viertel wie im Pokalfinale von München folgen könnte, der wurde an diesem gebrauchten Tag für den RSV Lahn-Dill enttäuscht, denn spätestens beim 27:50 (26.) war das Halbfinale in der europäischen Königsklasse für den RSV Lahn-Dill verloren.

Nun gilt es am Samstag im Duell mit dem Tabellendritten der Primera Division aus Albacete eine Trotzreaktion abzurufen. Hochball zum Spiel um Bronze ist um 15 Uhr in der Zdrój Arena von Walbrzych.

Thüringen: Aliaksandr Halouski (20), Jake Williams (16/1 Dreier), Andre Bienek (10), Jens-Eike Albrecht (9), Matt Scott (9/1), Vahid Gholamazad (6), Karlis Podnieks (4), Teemu Partanen (2), Jitske Visser (2), Raimund Beginskis (n.e.).

Lahn-Dill: Thomas Böhme (12), Nico Dreimüller (9), Hiroaki Kozai (9/1), Philipp Häfeli (5), Brian Bell (4), Jan Gans (4), Michael Paye (4), Christopher Huber (2), Annabel Breuer, Marian Kind, Kai Möller.

Blankes Entsetzen bei Philipp Häfeli & Co.Brian Bell (#8) im Duell mit Valid Gholomazad (Fotos: Armin Diekmann).