09.04.2017

RSV Lahn-Dill stürmt ins Playoff-Finale

85:58-Kantersieg gegen die BG Baskets Hamburg

Der frisch gebackene Deutsche Pokalsieger RSV Lahn-Dill steht im Finale um die Deutsche Meisterschaft 2017. Im dritten und alles entscheidenden Playoff-Halbfinale gegen die BG Baskets Hamburg stürmten die Mittelhessen nach dem 59:53-Heimsieg am Samstagabend einen Tag später mit 85:58 (19:14/41:34/65:44) in die „best-of-three“ Endspielserie, wo sie nun auf die Thuringia Bulls treffen. Die Ostdeutschen sorgten in ihrem Semifinale bereits am Vorband für das 2:0 gegen den Aufsteiger Rhine River Rhinos aus Wiesbaden.

„Wir haben heute den Ball hervorragend laufen lassen, die daraus entstehenden Lücken in der gegnerischen Defensive gut erkannt und eiskalt zugeschlagen“, freute sich Co-Trainer Ralf Neumann nach Spielende über den Finaleinzug. Nach der 58:59-Niederlage zum Auftakt der Halbfinalserie vor zwei Wochen in Hamburg, war ihm und Head Coach Nicolai Zeltinger aber auch die Erleichterung, ein hartes Stück Arbeit verrichtet zu haben deutlich anzumerken. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand und hatten viel Druck mit dem wir hervorragend umgegangen sind. Am Samstag haben wir diesen mit einer bärenstarken Verteidigung besiegt und so konnten wir heute auch deutlich freier aufspielen“, so der 45-jährige Cheftrainer der Wetzlarer Rollis.

Zuvor erlebte Zeltinger wie sein Gegenüber Holger Glinicki ein extrem hochklassiges und vor allem tempogeladenes und rasantes Playoff-Duell der beiden Dauerkonkurrenten der vergangenen Wochen. Wie am Vorabend, als der RSV mit viel Druck startete, dann aber ins Stottern kam, lagen die Hausherren schnell mit 12:6 (6.) in Front, ehe nur drei Minuten später die Hanseaten zum 14:14-Ausgleich kamen. Doch an diesem Sonntag war der einmal in Fahrt gekommene RSV-Express nicht mehr zu bremsen. Nach einem Dreier von BG-Guard Jake Williams zum 21:17 (11.), war es Thomas Böhme, der mit seinem Korb einen 16:6-Lauf zum 37:23 (18.) einläutete. Doch wie stark auch die Hamburger an diesem Tag waren, zeigte beispielhaft deren Konter noch vor der Pause. Zweimal der Kanadier Nik Goncin und ein lupenreinen Dreier von US-Boy Williams und schon war der komfortable Vorsprung bis zum Ende der ersten Halbzeit bis auf sieben Punkte zusammengeschmolzen.

Und auch nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Norddeutschen, die nach zwei Mitteldistanzwürfen des Japaners Hiroaki Kozai bis auf 41:38 (21.) weiter verkürzten. Doch der RSV Lahn-Dill wirkte an diesem Tag extrem stabil und mit viel Selbstbewusstsein aus dem Vorabendspiel ausgestattet. Piotr Luszynski war es nun, der das Heft in die Hand nahm. Der überragende Center erzielte binnen drei Spielminuten elf Punkte in Serie. Seinem Dreier zum 52:40 (26.) setzte dann Kapitän Paye mit einem weiteren Treffer von jenseits der 6,75 Meter Markierung das i-Tüpfelchen zum 55:40 auf. Beide RSV-Akteure profitierten dabei vom heute sehr variablen Spiel der gesamten Mannschaft, das deutliche Freiräume für Luszynski wie Paye schuf. So kam der US-Amerikaner am Ende auf 26 Punkte und unfassbare 18 Assits, wären sein polnischer Teamkollege sogar 33 Zähler und zehn Rebounds zum verdienten Erfolg beisteuerte.

Am Ende waren es dann Joe Bestwick und Jan Haller, die drei weitere Dreier der BG-Schützen eiskalt auskonterten und zum 85:58-Endstand einnetzten. „Das war ein sehr starkes Wochenende von uns, doch am Ende sind wir nur einen einzigen Schritt weiter in unserer Zielsetzung. Wir freuen uns natürlich, dass wir ohne Unterbrechung nun in die Finalserie gegen Thüringen gehen können. Das wird ein weiteres ganz hartes Stück Arbeit für uns, aber auch für den Kontrahenten“, so Zeltinger weiter. Spiel eins der ebenfalls im Modus „best-of-three“ ausgetragenen Finalserie steigt nun am kommenden Samstag um 19:30 Uhr erneut in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle. Die Duelle zwei und möglicherweise drei finden dann am 22. und 23. April in Thüringen statt.

Lahn-Dill: Piotr Luszynski (33), Michael Paye (26/1 Dreier), Thomas Böhme (14/1), Joe Bestwick (4), Dirk Köhler (4), Philipp Häfeli (2), Jan Haller (2), Annabel Breuer, Nico Dreimüller, Björn Lohmann.

Hamburg: Ghazian Choudhry (18/2), Jake Williams (18/2), Hiroaki Kozai (13/1), Nik Goncin (6), Reo Fujimoto (2), Kai Möller (1), Anne Patzwald, Karlis Podnieks, Mitsugu Chiwaki (n.e.), Matthias Heimbach (n.e.).

Jubel beim RSV und seinen Fans!Piotr Luszynski avancierte zum Topscorer.Thomas Böhme (Fotos: Armin Diekmann).
 
 
 
 
 

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