07.10.2018

Selbstbewusster Auftritt an der Mosel

RSV Lahn-Dill bei den Dolphins erfolgreich

Der RSV Lahn-Dill hat die erste schwere Herausforderung der Saison in der RBBL souverän gemeistert. Beim letztjährigen Playoff-Halbfinalgegner Dolphins Trier gelang am Samstagabend ein auch dieser Höhe verdienter 76:50 (13:11/38:24/58:38) Erfolg in der Universitätssporthalle von Trier.

Ohne Hiroaki Kozai, der den Asian Para Games im indonesischen Jakarta für Japan im Einsatz ist, und trotz einer extrem kurzen und schwierigen Vorbereitungsphase, zeigten sich die Mittelhessen an der Mosel sehr selbstbewusst und konzentriert. Taktisch und emotional bestens vom Trainergespann Janet McLachlan und Günther Mayer eingestellt, ließ sich der Gast aus Wetzlar auch in schwierigen Phasen des Spiels nicht aus dem Konzept bringen und zeigte sich kaltschnäuzig und routiniert.

Von Beginn an entwickelte sich das erwartet intensive und schnelle Spiel zweier Kontrahenten, die sich alleine in diesem Jahr bereits viermal zuvor gegenüberstanden. Trier nutze dabei im ersten Viertel die Freiräume, die sich durch die Sonderbewachung von Scharfschütze Dirk Passiwan für dessen Teamkollegen sehr gut. So war es die Lettin Diana Dadzite, die beim 11:9 (7.) bereits ihre Punkte acht und neun erzielen konnte.

Doch Lahn-Dill blieb unaufgeregt und zeigte in der Folge eine taktisch bärenstarke Leistung gegen die Offensiv gefährliche Truppe von der Mosel. Ein Dreier von Kapitän Michael Paye sorgte beim 16:11 (11.) zu Beginn des zweiten Viertels für einen ersten Vorsprung, dem der US-Amerikaner bis zum 29:21 (17.) acht weitere Punkte folgen ließ. Doch nicht nur von außen war der RSV in dieser Phase erfolgreich. Als der starke Schweizer Philipp Häfeli bereits in der 13. Spielminute sein zweites Foul kassierte, sprang Neuzugang Jan Gans in die Bresche und zeigte vor allem unter dem Korb seine Qualitäten. Ihm gelang kurz vor der Halbzeitpause mit einem Drei-Punkte-Spiel die 36:23-Führung.

Wie intensiv die Partie auch nach der Pause geführt wurde, zeigte nach dem Seitenwechsel vor allem in der Foulbelastung auf beiden Seiten. Bis zur 24. Spielminute hatten Nico Dreimüller und Brain Bell bereits drei Fouls auf Seiten des RSV und Correy Rossi beim Gastgeber vier Fouls kassiert. Doch der deutsche Rekordmeister ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und erzwang über Bell und erneut Gans beim 48:26 (27.) frühzeitig die Vorentscheidung in der Universitätssporthalle von Trier.

Im Angesicht der zu erwartenden Heimniederlage bäumten sich die Hausherren in der Folge jedoch noch einmal auf. Nun war es vor allem der bis Halbzeitpause von der RSV-Defensive auf lediglich vier Zähler gehaltene Topscorer Passiwan, der noch einmal sein Können aufblitzen ließ. Ihm war es zu verdanken, dass der Gastgeber noch einmal auf 46:61 (35.) verkürzen konnte, ehe die Mittelhessen mit einem 13:2-Konter binnen drei Spielminuten zum 74:48 postwendend den Sack endgültig zumachten.

„Das war ein vor allem Defensiv sehr starker Auftritt von uns und ein guter Schritt nach vorne“, so Cheftrainerin Janet McLachlan nach dem erfolgreichen Ende der Begegnung des zweiten Spieltages. Und die Kanadierin fügte hinzu: „Wir haben exzellent verteidigt, Philipp und Mikey eine starke Offensivleistung gezeigt und selbst die, die heute vorne nicht so zum Zuge kamen, haben wie bei Annabel, Brian und Tommy hinten umso besser agiert“.

Mit diesem für das Selbstbewusstsein wichtigen Erfolg im Rücken, kann der RSV Lahn-Dill nun gestärkt in das kommende Heimspiel am Samstag gegen die RBB München Iguanas gehen, bei dem dann auch U22-EM-Silbermedaillengewinner Marian Kind wieder dabei sein kann, der diesmal zeitgleich für die Lahn-Dill Skywheelers erfolgreich war.

Trier: Diana Dadzite (16), Dirk Passiwan (16), Mariska Beijer (8), Ryan Wright (8), Correy Rossi (2), Jack Davey, Matthias Heimbach, Frank Doesgen (n.e.).

Lahn-Dill: Michael Paye (24/1 Dreier), Thomas Böhme (15), Philipp Häfeli (14), Jan Gans (13), Brian Bell (6), Kai Möller (2), Annabel Breuer, Nico Dreimüller, Christopher Huber.

Brian Bell im Kampf um den Ball.Jan Gans hat sich durchgesetzt.Brian Bell hat sich durch getankt (Fotos: Armin Diekmann).